Klöster & Herrenhäuser in Dänemark

Historische Klosteranlagen und Herrenhäuser in Westjütland

Die nach Westen orientierte Seite der Halbinsel Jütland wird von erholungssuchenden Badegästen und Dänemarkliebhabern bevorzugt.

Doch nicht allein die zerklüftete Nordseeküste oder der Limfjord sind sehenswerte Reiseziele, auch die Ortschaften sowie Herrensitze und Klöster lohnen zu jeder Jahreszeit einen Besuch. Die ältesten Klöster Dänemarks wurden von den Benediktinern im 10. Jahrhundert gegründet (auf Gudum und Stubber wird im Folgenden eingegangen). Das Kloster Vestervig in Sydthy gehörte den Augustinern, Tvis bei Holstebro den Zisterziensern und Dueholm bei Nykøbing den Johannitern. 

Alte, charmante Klosteranlagen

Der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirche in Vestervig sieht man noch heute ihre vergangene Pracht an, obwohl von der übrigen Klosteranlage wenig erhalten ist. Die Kirche ist ganzjährig geöffnet; Genaueres unter www.vestervig-kirke.dk (auf Dänaisch).
Gudum Kloster geht auf einen Bau aus dem 13. Jahrhundert zurück; im Kirchenbau findet sich noch ein Fresko aus dem Spätmittelalter. Neben der tagsüber geöffneten Klosterkirche ist auch die Mühle von Gudum sehenswert: www.gudumkirke.dk (auf Dänisch).
Vom Kloster Tvis bei Holstebro wurden in den 1970er Jahren die Grundmauern wieder freigelegt, die heute ein Bild von den eindrucksvollen Ausmaßen der Anlage vermitteln. Gestiftet wurde es 1163. Zur vierflügeligen Anlage zählte ein 20m breiter und fast 50m langer Kirchenbau; die Gräber der Äbte wurden im Begegnungssaal der Mönche sowie im Kreuzgang gefunden. Nach der Reformation wurde das Kloster zu einem Krongut, später riss man das Gebäude komplett ab. In einer lokalen Wassermühle gibt es eine Dauerausstellung zum Kloster Tvis (Tvis Mølle, Holstebro).
Das einsam an der Ostseite des Stubbergård-Sees gelegene Nonnenkloster Stubber bestand aus einer vierflügeligen Anlage, von der heute nur noch der Westflügel in Teilen erhalten ist. Besonders sehenswert ist die gut erhaltene Kelleretage mit ihrem Kreuzgewölbe (Stubber Kloster, Vinderup).
Zum Kloster Dueholm auf der gleichnamigen Halbinsel bei Nykøbing gehörten neben einer großen Kirche auch ein Krankenhaus mitsamt Küche, Schlafsälen und Aufenthaltsräumen sowie eine Klostermühle. In einem der erhaltenen Gebäude ist heute das Historische Museum Morsland untergebracht; das Kloster ist täglich geöffnet: www.dueholmkloster.dk (auf Dänisch).

Herrensitze in der Nähe von Holstebro und Ribe

Das Herrenhaus Nørre Vosborg, www.nrvosborg.dk (auf Dänisch), liegt 20km westlich von Holstebro. Die ältesten Gebäude stammen aus den 1570er Jahren; der womöglich bekannteste Besucher des Guts war H.C. Andersen. Heute gibt es neben einem Museum sowie einem Hotel mit Restaurant, sehenswerte Parkanlagen sowie eine enge Zusammenarbeit mit dänischen wie lokalen Musikern und Schauspielern.
Gramsbo Slot zwischen Haderslev und Ribe beherbergt neben dem Wasserschloss und Ferienwohnungen auf dem zugehörenden Hof auch einen Hofladen, ein Café und weitere Geschäfte. Auf dem Schloss finden regelmäßig Kulturveranstaltungen sowie Messen und Festivals statt (www.gramslot.dk).
Der Herrenhof von Nørre Vosborg in Vemb ist über 700 Jahre alt und gilt als der einzige erhaltene in der westjütischen Fjordlandschaft. Er beherbergt ein Museum, doch auch der alte Park sowie die Wallanlagen zum Hochwasserschutz sind sehenswert. Das ganze Jahr hindurch werden Musikveranstaltungen und Märkte angeboten; außerdem gibt es ein Restaurant.
Für die Öffentlichkeit zugänglich ist lediglich der Schlosspark vom Rydhave Slot in Vinderup. Im Gebäude, das aus dem 14. Jahrhundert stammt, ist heute eine Schule untergebracht, in dem die Heilige Birgitta spuken soll.